Am 22. Juni 2022 startete das EU Projekt „Fish-X“ im Rahmen des Kick-off Workshops im Transferzentrum für maritime Technologien SH am Seefischmarkt in Kiel.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer neuen Informations- und Dateninfrastruktur für die europäische Fischerei. Im Fokus liegt dabei insbesondere die Traditionsfischerei. Diese soll zukünftig besser kontrolliert, aber vor allem mit verschiedenen Technologien besser unterstützt werden.

Eingebettet in die europäische Gaia-X Infrastruktur soll die Datenplattform „Fish-X“ zukünftig dazu beitragen, Fangbestimmungen effektiver durchzusetzen und zu kontrollieren, um gefährdete Fischbestände zu schützen. Gleichzeitig soll die Plattform und die damit verbundene Infrastruktur den Fischereibetrieben dabei helfen, ihre Fangmethoden zu verbessern und durch mehr Transparenz in der Lieferkette höhere Erträge zu erzielen.

Das internationale Projektkonsortium besteht aus sieben Partnern, welches vom Transferzentrum für maritime Technologien Schleswig-Holstein GmbH (TransMarTech) aus Kiel als Projektkoordinator geführt wird. Neben dem Startup OURZ GmbH aus Flensburg und der north.io GmbH aus Kiel sind weitere Partner aus Deutschland wie die EUTEC GmbH, aus Frankreich CLS, aus Portugal SCIAENA und aus Belgien WWF am Projekt beteiligt. Ergänzend sind der WWF mit zusätzlichen Repräsentanzen aus Portugal, Italien und Kroatien in das Projekt eingebunden.

Das Projekt wird mit dem Horizon Europe Programm im Rahmen der Form2Fork-Strategie für den EU Green Deal über eine dreijährige Laufzeit gefördert. Das Projektgesamtvolumen beträgt circa 6 Millionen Euro, wovon 4,5 Millionen Euro von der europäischen Kommission gefördert werden.

Bedeutung des Projektes

„Wie wichtig der Schutz der Meere ist brauchen wir nicht weiter zu diskutieren. Doch was tun wir jetzt dafür? Beim Thema Fischerei ist die Frage: Wie können wir zukünftig Überfischung vermeiden, bedrohte Arten Biodiversität schützen, Verschmutzung und Gefährdungen (wie z.B. durch Geisternetze) verhindern, und gleichzeitig der Traditionsfischerei wieder eine wirtschaftlich tragbare Zukunft bieten? Dafür braucht es ein transparentes Netzwerk mit einer Vielzahl an Informationen. Die Fish-X Plattform soll Licht auf die Schattenseiten der Fischerei und des Fischhandels werfen. Egal ob Aufsichtsbehörde, Fischereibetrieb, Händler oder Verbraucher, alle Beteiligten sollten genau und zuverlässig nachvollziehen können wo, wann und wie ihr Fisch gefangen wurde. Dafür kombinieren wir altbewährte Lösungen wie z.B. satellitengestützte Systeme mit neuen Ansätzen wie Künstlicher Intelligenz und Blockchain-Technologie.” erläutert Projektleiter des TransMarTech SH, Marius Hölter.

Welche Bedeutung hat das Projekt für Kiel und Schleswig-Holstein?
„Fish-X wird einen essentiellen Baustein für transparente Lieferketten im Fischfang mit modernster Daten- und Satellitentechnologie liefern. Damit tragen wir aktiv dazu bei, für die Nahrungsgrundlage ‚Fisch‘ ein Qualitätssiegel für artgerechten Fang zu entwickeln und den Schutz gefährdeter Bestände zu gewährleisten, ist sich Nele Dageförde, Geschäftsführerin des TransMarTech SH, sicher.

Verantwortlich für diese Pressemeldung ist

Julia Plath | Projekt- & Marketingmanagerin
Mobil: +49-151 53900706 | E-Mail: julia.plath@transmartech.sh